Bilderlandschaften aus Öl, Wachs, Sand und Salz
Ausstellung „Stein Zeichen“ von Carola Czempik im Bühler Friedrichsbau eröffnet /
Saxofonist Joachim Gies umrahmt Vernissage mit archaischen Klängen
Offen gesagt: Bei Vernissagen wirkt die präsentierte Musikbegleitung allzu häufig aufgesetzt und kaum zu den Bildern passend. Der Auftritt des Berliner Saxofonisten und Komponisten Joachim Gies im Friedrichsbau bildete eine rühmliche Ausnahme. „Seine Kompositionen ermangeln nicht der Originalität und ringen dem Saxofon ungeahnte Tonbildungen ab“, hatte der berühmte Bariton Dietrich Fischer-Dieskau geurteilt. Ganz besonders gefiel im Friedrichbau die Improvisation des Klangforschers Gies mit einem Kunststoffschlauch, die im Zweiklang mit dem Saxofon und den ausgehängten Bildern eine archaisch zu nennende Raum-Zeit-Ebene bildete.
Wolfgang Winter