TERMINE
Joachim Gies
Impressum
Joachim Gies
Saxophonist | Komponist | Performer
Aktuelle Kammermusik

Der Saxophonist und Komponist Joachim Gies, geboren 1956 in Bonn, studierte in Berlin Musik, Literatur- und Politikwissenschaft. In seiner persönlichen Spielweise erschließt Joachim Gies differenzierte Klangstrukturen. Auf seinem Weg zum Hören und Lauschen begegnen den Hörern zarte, farbenreiche und fragile Klangwelten. Gies’ Ohrenmerk liegt auf Brüchen und Übergängen: stilistisch, klanglich, formal. So entstehen parallele Klangschichtungen: Mehrklänge werden von pulsierenden Klopfmustern begleitet. Luft, Atem und Ton entwerfen verwirrende Geräuschlandschaften. Avancierte Grifftechniken und Zirkularatmung lassen flächige Klangräume und changierende Obertonketten entstehen.

Neben der Weiterentwicklung zeitgenössischer Spieltechniken erweitern Verfremdungen durch Präparationen mit Kesselmundstücken, Schläuchen, Rohren und Dämpfern den Klangraum des Saxophons.

 Rotes Summen (Joachim Gies)
Demo-Film im QuickTimeformat (5,5 MB)

Artikulationen Nr. 2 B
Joachim Gies, Saxophon - Solo

Zur Erweiterung der subtilen Klangräume eignet sich besonders das intime Zusammenspiel im Duo mit Gesang, Violine, Flöte, Posaune, außereuropäischen Instrumenten, Perkussion und Elektronik/Sampling.

Bei seinen kammermusikalischen Kompositionen liegt ein Schwerpunkt auf der Ausdrucksvielfalt der Stimme und des Gesangs. Die Vertonungen reichen von Dante Alighieri, Arthur Rimbaud, Friedrich Nietzsche, Stefan George, Rainer Maria Rilke, Franz Kafka, Walter Benjamin bis zu zeitgenössischen Schriftstellern wie Peter Härtling, Detlef Berentzen und Michael Speier.



 Whispering Blue (Joachim Gies)
Hörprobe im Flash-Format (1,6 MB)

aus der CD: Whispering Blue
Joachim Gies, Altsaxophon

Seit 2002 leitet Joachim Gies das Ensemble X; die Mitwirkenden des Ensembles bilden keine fest gefügte Gruppe, vielmehr gleicht das Ensemble einem offenen Netzwerk für interaktive Gestaltungsprozesse, z.B. mit den bildenden Künstlern Thought Raven, Günter Ries und Ulrich Werner, mit Schauspielern und dem Tänzer Olek Witt.

 ZeichenFeldKlangRaum (Joachim Gies)
Demo-Film im QuickTimeformat (8,7 MB)

Artikulationen 1 und 2
Joachim Gies, Saxofon, Komposition
Ulrich Werner, Zeichnungen / Malerei
Matthias Bauer, Kontrabass
Michael Walz, Sampling, Elektronik

Das 1995 zusammen mit Thomas Böhm-Christl gegründete Not Missing Drums Project verbindet kompositorische Vorgaben mit improvisatorischer Gestaltung.

Diverse Kompositionen und Aufnahmen von Hörspielmusiken entstanden während der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jörg Jannings.

Mit seiner Saxophonschule „Klangspuren. Eine Einführung in neue Spieltechniken für Saxophon“ setzt sich Joachim Gies für die Einbeziehung zeitgenössischer Musik in den Instrumentalunterricht ein und vermittelt seine Erfahrungen in Workshops an Pädagogen und Schüler weiter. Das Projekt für Kinder „Klangfieber“ führt auf spielerisch humorvolle Weise in die Klangwelt der neuen Musik ein.

Konzerttätigkeit mit Joëlle Lèandre, Lauren Newton, Ute Döring, Cecil Taylor, Ernst-Ludwig Petrowsky, Johannes Bauer. Aufführungen von Literaturvertonungen mit Tina Engel, Peter Fitz, Werner Rehm, Gerd Wameling und Hanns Zischler.

Im Haus am Waldsee in Berlin wurden die Vertonung von Franz Kafkas „Der Bau“ 2002 und Auszüge aus Dantes „Göttlicher Komödie“ 2003 uraufgeführt. Uraufführungen für Kammerensembles waren 2004 die multimediale Performance „transmissions: prag-berlin“ und die Walter Benjamin-Vertonung „Achtung Stufen!“. Am 13. August 2005 und 2006 fand die Performance „Der Klang der Mauer“ auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße statt. Die Uraufführung des Projekts „Grenzland“ mit Werner Rehm erfolgte im September 2005. In der Akademie der Künste Berlin fand 2006 die Uraufführung der Komposition für Tenorsaxophon - Solo „WEISSES SUMMEN. Eine komponierte Annäherung an Lieder der WINTERREISE von Franz Schubert“ statt, begleitend zur Lesung von Peter Härtling und Detlef Berentzen.

2007 Filmmusik zur Dokumentation „Eine phantastische Reise oder Auf Wiedersehen, Cézanne!“, die von der Deutsche Welle-TV produziert wurde und in der Nationalgalerie Berlin im Rahmen der Ausstellung „Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art New York zu Gast in Berlin“ zu sehen war.

Im März 2008 gastierte Joachim Gies, begleitend zur Ausstellung von Ulrich Werner, als Dozent und Solist in der Kunsthalle und der Philharmonie von Ulan-Ude (Russische Föderation). Das Duo KLANG / KÖRPER / ZELLEN mit der israelischen Sängerin Ronni Gilla wirkt im Juni 2008 beim Literaturfest der Akademie der Künste mit. Aufführungen von Kafka - Vertonungen mit Galina Ajgi und Ulrich Werner in Tscheboksary (Republik Tschuwaschien, Russische Föderation) im Oktober 2008.

2009 Konzerte in Tel Aviv (Israel), Teilnahme an dem Internationalen Musikfestival ROARING HOOVES (Mongolei); Konzerte in der Philharmonie von Ulan Bator, in der Wüste Gobi und in buddhistischen Klöstern. Im Herbst erscheint die aktuelle CD Shimmering des Trios SOUND/BODY/CELLS.

 Biographie Kurzfassung
 Download Biographie Kurzfassung & Pressespiegel
 Download Pressefotos

IN ENGLISH