Workshop Klangspuren / Soundtraces
Joachim Gies führt begleitend zu seiner Saxophonschule „Klangspuren / Soundtraces“ einen Workshop für Saxophonistinnen und Saxophonisten durch, die an einer Erweiterung ihrer klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten auf dem Saxophon interessiert sind.
Teilnahmevoraussetzung ist ein „mittleres“ Spielniveau, d.h., die Teilnehmer sollten sich mit der von Sigurd Raschèr erläuterten Überblastechnik und dem Pianospiel beschäftigt haben. Die Dauer des Workshops ist flexibel und reicht von der Einführung (2 bis 3 Stunden) bis zum Wochenendseminar (2 mal 6 Stunden).
Themen des Workshops
Einführung und Vorübungen zum Erlernen neuer Spieltechniken:
Vierteltonhöhen; Benutzung des Saxophondämpfers; Schlagzunge; Zirkularatmung; Pianissimo; Atemtechnik; Unterblasen; Überblasen; Üben von Mehrklängen; Pianissimo-Zweiklänge; Blasen und Singen; Erläuterungen zum Notenbild
• Vorstellung und Erarbeitung der Kompositionen „Schritte“ und „Schatten“. Bildung von Arbeitsgruppen, die Teile der Kompositionen präsentieren. Themenschwerpunkte: einfach ansprechende Mehrklänge; Pianospiel mit dem Saxophondämpfer.
• Gemeinsames Ausprobieren von Dämpfern, Schläuchen, Rohren und Analyse der klanglichen Resultate
• Erläuterungen zur Sekundärliteratur
• Entwurf eines Übungsplans, der das systematische Erlernen neuer Spieltechniken unter Einbeziehung vorhandener Übungsliteratur umfasst.
Schwebendes Blau (Joachim Gies)
Hörprobe im Flash-Format (1,6 MB)
aus der Partitur-Demo-CD: Klangspuren / Soundtraces
für Saxophon - Solo
Joachim Gies, Altsaxophon
Klangspuren / Soundtraces (Partitur)
www.rieserler.de
Empfehlungen zur
Saxophonschule Klangspuren / Soundtraces (Joachim Gies)
IN ENGLISH
Die Klangspuren sind ein pädagogisches Werk von vielfacher Qualität. Die Erarbeitung der Kompositionen verfeinert die Ansatz- und Atemkultur; sie fordert zum eigenständigen Interpretieren des Notentextes bis zur Erweiterung durch die Improvisation heraus.
Die Erläuterungen im Vorwort und zu den Vorübungen geben Einblicke in die physikalischen Zusammenhänge, warum was wie funktioniert, und fördern den „bewussten“ Umgang mit dem Saxophon.
Detlef Bensmann, Konzertsaxophonist und Dozent für klassisches Saxophon an der Hochschule für Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler
Bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts verwendeten Komponisten das klassische Saxophon hauptsächlich in einer sehr traditionellen Klangsprache, die diesem wunderbaren Instrument eigentlich gar nicht „aus der Seele“ spricht. Nichts desto weniger sind die Namen derer, die bis zu diesem Zeitpunkt „Musik mit Saxophon“ geschrieben haben jedem Musiker wohl bekannt. Bartok, Bizet, Debussy, Hindemith, Kodaly, Penderecki, Prokofieff, Rachmaninow, Ravel, Schönberg und Schostakowitsch sind nur einige wenige derer, die das Instrument in ihren sinfonischen Werken oder ihrer Kammermusik verwendet haben.
In besagten siebziger Jahren entdeckten immer mehr Komponisten, was der Jazz schon lange erkannt hatte: die unendlich große Klangvielfalt dieses Instruments, seine wahre Natur - das Instrument mit der größten Klangpalette und den meisten spieltechnischen Möglichkeiten, die in der sogenannten „zeitgenössischen Musik“ Verwendung finden.
Komponisten wie Berio, Denisov, Hespos, Huber, Jolas, Kagel, Lauba, Rossé, Stockhausen und viele andere schrieben endlich „Musik für Saxophon“.
Heute kommt ein seriöser Student der Fachrichtung „klassisches Saxophon“ (eine weitaus zutreffendere Bezeichnung wäre eigentlich „konzertantes Saxophon“) an der intensiven Auseinandersetzung mit diesen zahlreichen Spieltechniken nicht mehr vorbei, wenn er nach seiner Ausbildung auf dem „Markt“ bestehen will.
Aus diesem Grund ist es besonders zu begrüßen, dass Joachim Gies mit seinen „Klangspuren“ eines der wenigen Bücher geschrieben hat, das nicht nur anregende und für jeden spielbare Klangbeispiele liefert, sondern durch seine methodischen Hinweise viel zum leichteren Erlernen und Ausführen dieser - für viele Saxophonistinnen und Saxophonisten immer noch „neuen“ und ungewöhnlichen Klänge - beiträgt. Die Beschäftigung mit den Übungen dieses Buches und die beiliegende CD können dazu motivieren, sich selbst mehr mir den ureigenen Möglichkeiten des Saxophons auseinanderzusetzen.
Günter Priesner, Dozent für klassisches Saxophon an der Hochschule Musik Nürnberg - Augsburg
Viele modere Komponisten verwenden „spezielle Techniken“ in ihren Kompositionen und als Saxophonist sollte man das immer im Auge behalten. Joachim Gies’ „Klangspuren“ stellt dem Saxophonisten eine Welt erweiterter Klangmöglichkeiten des Instruments vor. Es sollte unbedingt hinzugefügt werden, dass, je nach Art des Mundstücks und des Instruments, einige Griffe gegebenenfalls angepasst werden müssen. Dieses Buch kann für den Spieler ein wichtiger Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen in der Klangwelt des Saxophons sein.
Linda Bangs-Urban, Mitglied des Raschèr Saxophone Quartetts 1969 - 1992, Dozentin für klassisches Saxophon an der Akademie für Tonkunst, Darmstadt